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Krieg |
Die schulische Situation in Vohwinkel nach dem Kriege Nach dem Bericht von Jochen Thies waren die sozialen Verhältnisse der Schulkinder aller Altersklassen und die Zustände an den Schulen in den ersten Jahren nach dem Krieg katastrophal. "Die meisten Kinder hatten zwar ein mehr oder weniger zerstörtes Zuhause, aber sie mußten ihr Bett mit Geschwistern teilen. Die Kleidung war alt und wärmte in den Wintermonaten nicht richtig, die Schuhe waren zerschlissen, weil sie keiner reparieren konnte. Seife war Mangelware, und eine Zahnbürste besaß kaum jemand. Die größte Sorge aber war der Hunger, verbunden mit der Frage, ob es heute etwas zu essen gäbe." |
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Im Oktober 1945 begann auch in Vohwinkel wieder der Unterricht. Nach den Verwaltungsunterlagen des damaligen Jungengymnasiums an der Mackensenstraße bemühten sich die Lehrer schon lange vorher, "unter unvorstellbar schwierigen Bedingungen die Voraussetzungen für einen halbwegs geordneten Unterrichtsbetrieb zu schaffen". |
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Ab September 1945 wurde das Gymnasium von dem neuen Direktor Winand Hoffmann geleitet, der von der Aue nach Vohwinkel versetzt worden war. Aus einem Bericht Hoffmanns an den Oberpräsidenten der Nord-Rheinprovinz, Abteilung Kultur, Gruppe III vom 10.10.1945 geht hervor, daß der Unterricht an der Oberschule für Jungen am 1.10.1945 für die Klassen 1 - 7 mit 5, ab 10.10.1945 mit 6 vollbeschäftigten und 4 halbbeschäftigten Lehrkräften, die noch an anderen Schulen unterrichten mußten, wieder aufgenommen worden war. |
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Inzwischen saßen in den kalten Klassenräumen die Schüler dichtgedrängt, oft in Mantel und Schal. Sie schrieben auf alte Papierfetzen. Glücklich der Schüler, dessen Vater noch alte Akten besaß, die nur einseitig beschrieben waren. Ein Schüler schrieb sogar seine Klassenarbeiten auf die alten Weinrechnungen seines Vaters. Der Lehrer mußte jeden lateinischen Satz, jede Vokabel, jede Aufgabe an die Tafel schreiben. (Kreide war da!)" |
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Auch die beiden Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Vohwinkel wurden gerufen, in den Schulen Religionsunterricht und Gottesdienste abzuhalten. |
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Krieg |
/ Schulsituation |
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