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Zeitzeugen |
Marschallstrasse Die Hoffmänner ![]() |
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Die Hoffmänner Sie wohnten auf der anderen Straßenseite etwas unterhalb von uns, gegenüber dem großen freien Gartengrundstück, die "Hoffmänner". Ganz oben auf der dritten Etage, darüber war der große Speicher. Ich bin immer sehr gern bei Hoffmanns gewesen. Hier war wegen der drei Kinder immer etwas los und Mutter Hoffmann war mir gegenüber immer sehr nett. Die drei Kinder waren alle so in etwa 2 bis 3 Jahre auseinander. Das Mädchen war die Älteste und hieß Ursel. Sie fühlte sich immer als Ersatzmutter und wir kamen nicht sehr gut miteinander aus. Rolf war so alt wie ich und mein Freund. Gerd mit Spitznamen "Äppel" war der Jüngste. |
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Das Gebäude Marschallstraße 3a. In diesem Haus wohnten die Hoffmänner. |
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Die Familie war, so glaube ich, nicht "auf Rosen gebettet", will heißen, es ging ihr finanziell nicht besonders gut. Rolfs Mutter hatte auch eine Zeit lang "Heimarbeit" angenommen. Auf dem Küchentisch war ein Apparat installiert, womit sie aus einer Folie Wurstdärme anfertigte, verschnürt an einem Ende mit einer roten Kordel. Die ganze Küche lag manchmal voll mit dieser Folie und der Kordel. Die Herstellung war sehr anstrengend und hin und wieder sah ich sie weinen, wenn ihr einfach alles zu viel wurde. Rolfs Vater arbeitete in der Siederei der Lackfabrik unten in der Stadt. Ich habe ihn viele Jahre später hin und wieder in seinem Blaumann vor dem Bottich mit kochendem Harz gesehen, wenn ich mit Anzug oder weißem Kittel durch den Betrieb ging, denn genau in der Fabrik verbrachte ich, einschließlich meiner Lehrzeit, die ersten Berufsjahre. |
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Zeitzeugen |
/ Marschallstrasse 08 Die Hoffmänner |
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